Biografie


Der Tenor Martin Lattke (*1981) ist in Pirna/Sachsen geboren und erhielt mit sieben Jahren seine erste Gesangsausbildung.
Er war Mitglied des Thomanerchores Leipzig (1990-1999), Mitbegründer des Calmus Ensemble (1999-2006) und Mitglied des Ensemble Amarcord (2006-2013).

Nach Abschluss seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur studierte er Operngesang an der ältesten Musikhochschule Deutschlands, der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, bei Prof. Hans-Joachim Beyer.
Er ist 1. Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und Preisträger des Echo-Klassik 2010 für die CD „Rastlose Liebe“ mit Leipziger Romantik und Preisträger des Echo-Klassik 2012 für die CD „Das Lieben bringt groß Freud!“ mit deutschen Volksliedern.

Martin Lattke ist Spezialist für die Gestaltung und Ausdrucksweise von Johann Sebastian Bachs Werken und gibt dieses Wissen und die langjährige Erfahrung mit den Evangelistenpartien regelmäßig bei Meisterkursen zur Interpretation und Gesangstechnik, und bei Vorträgen im In- und Ausland weiter. Er gehört zu den Sängern, die aufgrund ihres hohen Stimmumfangs und der Koloraturtechnik in unterschiedlichstem Repertoire besetzt werden und sich dadurch nicht auf Konzert oder Oper festlegen lassen kann.

Sein Repertoire umfasst neben umfangreicher Opern- und Konzertliteratur auch Liedliteratur von der Renaissance bis zur Moderne sowie Oratorien und Kantaten aller Couleur.
Konzerttourneen führten ihn im Rahmen seiner sängerischen Tätigkeit mittlerweile in über 50 Länder auf allen Kontinenten der Erde.

Höhepunkte seiner bisherigen Sängertätigkeit sind 2010 die Einspielung des Weihnachtsoratoriums für die Deutsche Grammophon und Decca Classics mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Leitung von Riccardo Chailly, 2012 die Einspielung der Matthäus-Passion mit dem Gewandhausorchester Leipzig und 2013 die Einspielung der h-Moll-Messe mit dem Freiburger Barockorchester unter Leitung von Georg Christoph Biller auf DVD/Blu-ray.

Zahlreiche weitere CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren seine künstlerische Arbeit.

In den vergangenen Spielzeiten war Martin Lattke u.a. bei Gastspielen in den USA mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck, in Ungarn mit dem Orfeo Orchestra unter der Leitung von Helmuth Rilling, in den Niederlanden mit dem Noord Nederlands Orkest unter der Leitung von Peter Dijkstra mit der Matthäuspassion, in Frankreich und Polen mit dem B’Rock Orchestra unter der Leitung von René Jacobs sowie auf Einladung der Deutschen Botschaft mit Schumanns „Das Paradies und die Peri“ in der Ukraine zu erleben. Konzerte führten ihn außerdem mit Bachs Weihnachtsoratorium nach Hong Kong, Moskau und Sydney.

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    Bilder


    • Presse


      „ . . . excellent soloists, led by Martin Lattke as the Evangelist . . . “
      (The Guardian [GB] · CD-Rezension „Weihnachtsoratorium“ · November 2010)

      „ . . . Tongebung, Artikulation und Geschmeidigkeit [rasten ein] und seine leicht, sicher, schlicht und menschlich geführte Schilderung
      der Heilsgeschichte greift nach der Seele . . . “
      (Leipziger Volkszeitung [DE] · Januar 2010)

      „Diese 5 Jungs sind Weltstars, gehören zum Erfolgreichsten, was Leipzigs Musikszene hervorgebracht hat.“
      (BILD · Oktober 2012)

      „Die fünf Sänger von amarcord, alle einst Mitglieder des Leipziger Thomanerchores und damit Bach-Interpreten bis auf die Knochen, brillieren dabei mit ihrer perfekt austarierten Stimmkraft und dem hohen Niveau ihrer Darbietungen.“
      (Fuldaer Zeitung [DE] · CD-Rezension „Bach: Die Motetten“ · November 2012)

      „ . . . einem Motettenzyklus, der lupenrein intoniert, virtuos-tänzerisch und dabei fabelhaft durchscheinend Bachs eng verwobenes Themengeflecht kredenzt.“
      (MDR Figaro [DE] · CD-Rezension „Bach: Die Motetten“ · Oktober 2012)

      „This received a refined performance, with supple rubato and an elegant tone quality.“
      (The Australian [AU] · amarcord · August 2012)

      „Dass die fünf Sänger die neuen Klangmöglichkeiten ebenso spielerisch nutzten, wie sie mit den unterschiedlichen Stilen jonglieren, die vom afrikanischen Stammesgesang bis hin zum 50er-Jahre-Sound im Bonustrack mit Götz Alsmann (namens ‚Zuckerbäcker-Remix’) als Gast reichen, daran hatte auch der legendäre Bill Hare Anteil, der die A-cappella-Szene schon seit den siebziger Jahren mit seinen Aufnahmen und Mixes begleitet – und bei dem man bei aller Spielerei auch den typischen, zugleich himmlisch reinen und doch warm geerdeten amarcord-Klang gut aufgehoben wusste.“
      (Rondo [DE] · CD-Rezension „Coming Home for Christmas“ · Dezember 2011)

      „ . . . e soprattutto le prove superlative dei fratelli Martin e Wolfram Lattke rispettivamente impegnati con i recitativi dell’Evangelista e le difficilissime arie del tenore . . . “
      (La Nazione [IT] · November 2009)

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